Fehntjer Schüler haben dank EIBO einen großen Startvorteil


 

Bei 23 örtlichen Unternehmen wurden Einblicke in 44 Ausbildungsberufe gewonnen

Großefehn. Offene Türen rannte die Schülergruppe der KGS Großefehn ein, die im Rahmen der EIBO-Aktion zur Berufsorientierung und gegen Fachkräftemangel Anfang letzter Woche mit ihrem Fachlehrer Köllmann bei dem Unternehmen Schilling in der Holderstraße im Gewerbegebiet Ulbargen anklopfte.


Die Schülerinnen und Schüler aus dem 8. Jahrgang, die zudem von der EIBO-Vorsitzenden Anke Janssen und ihrem Mann Jann-Peter Janssen begleitet wurden, bekamen eine umfangreiche theoretische Einweisung in die bei Schilling angebotenen Ausbildungs-, Berufs- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Geschäftsführer Ralf Schmidt hatte hierzu Auszubildende und junge ausgelernte Kräfte zusammengetrommelt, die den Tonfall der Schülerinnen und Schüler sicherlich noch besser trafen als Ausbildungsmeister und Mitarbeiter aus der Personalabteilung.


So erfuhr die Gruppe, dass der Profilsysteme-Spezialist Schillling (Wintergärten, etc.) Fachlageristen, Metallbauer und Kaufleute ausbildet; dazu werden Jahrespraktikanten von den BBS Aurich ins Unternehmen geholt. Überhaupt zeigt sich das Unternehmen gegenüber Schülern und Jugendlichen äußerst aufgeschlossen, weil es erkannt hat, dass nur so die Nachwuchsprobleme der Zukunft gelöst werden können.


Schilling-Geschäftsführer Schmidt war denn auch voll des Lobes für die Angebote des Vereins EIBO, die über die KGS den Schülern der Gemeinde Großefehn zur Verfügung stünden und die damit gegenüber anderen Schulen einen großen Startvorteil hätten. Eine solche Förderung hätte er persönlich als Jugendlicher auch gerne gehabt.


Ähnlich äußerte sich der begleitende Lehrer Gert-Mimke Köllmann, der offen bekannte, dass ihm während seiner gesamten Schulzeit nur ein einziges Praktikum angeboten worden sei. Er rief deshalb die Schülerinnen und Schüler dazu auf, jede Möglichkeit zu nutzen, einen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen. Dabei gelte es sowohl, den eigenen Berufswunsch zu festigen, als auch andere Alternativen in Betracht zu ziehen und gegeneinander abzuwägen.


Eine andere Gruppe, die ebenfalls vom EIBO-Vorstand und Lehrer Köllmann begleitet wurde, sah sich im Optiker-Geschäft Rebel am Postweg in Ostgroßefehn um. Inhaberin Karin Rebel, die dort seit elf Jahren ansässig ist, konnte den Schülerinnen und Schülern gleich mit den diversen Messgeräten eines Optikers imponieren: Augeninnendruck, Refraktion und die mikroskopische Augenkontrolle waren dort angesagt. Aber auch die Vielzahl der vorgehaltenen Brillengestelle hinterließ bei den Jugendlichen einen nachhaltigen Eindruck.


Insgesamt haben an zwei Tagen in Großefehn über 110 Schülerinnen und Schüler an der Berufserkundung teilgenommen. Dank der Vermittlung durch den Verein EIBO konnte sie sich bei 23 Unternehmen umtun, die insgesamt 44 Ausbildungsberufe zur Auswahl hatten. Bis auf Polizei und AOK, die für die EIBO-Aktion provisorische Büros im Rathaus bezogen hatten, waren sämtliche Unternehmen in Großefehn selber angesiedelt.

 

 

Firma Schilling
Einweisung in die Ausbildungsmöglichkeiten bei Fa. Schilling.
Die Schülergruppe in einer Chill-Lounge, einem „Wintergarten light“

 

 

Optik Rebel
Berufserkundung bei Optik Rebel in Ostgroßefehn