"Gold in den Köpfen"


 
Nach Bewerbungstraining viel Lob für den ehrenamtlich geführten Verein EIBO und seine professionelle Arbeit

Großefehn. „Unsere Wirtschaft braucht das Gold in euren Köpfen!“ rief Landschaftspräsident Rico Mecklenburg den Schülerinnen und Schülern der KGS Großefehn zu, die jetzt die Ergebnismappen des von EIBO organisierten Bewerbungstrainings in Empfang nehmen konten. Mecklenburg sprach damit die Tatsache an, dass Deutschland eines der wenigen Industrieländer sei, das über keine eigenen Bodenschätze verfüge. Deshalb seien gut ausgebildete Facharbeiter, Meister und Ingenieure das Kapital, mit dem unsere Wirtschaft auf dem Weltmarkt bestehen müsse.

 

Carola Fischer, die Leiterin des AWO-Altenwohnheims Popens, also des Hermann-Bontjer-Hauses, die gemeinsam mit der ehemalige Pflegedirektorin Käte Harms aus dem EIBO-Netzwerk einen Teil der Urkunden überreichte, sprach die Schülerin Tomke Juilfs, deshalb auch direkt an: „Bewerb Dich bei uns, wir nehmen Dich!“ Tomke und ihre Mitschülerin Sarah Martino hatten als Jahrgangsbeste ihre Einwilligung gegeben, dass einige Passagen aus ihren Bewerbungsgesprächen an dem Abend als Video-Zusammenschnitt vorgeführt werden durften.

 

Zunächst hatte Schulleiterin Silvia Fleßner die Schülerinnen und Schüler und deren zahlreich erschienene Eltern und anderen Angehörigen, die Vertreter der Unternehmen und der Politik sowie die Mitglieder ihres Kollegiums und von EIBO im KGS-Forum begrüßt. Sie freute sich ganz besonders über die Aussagen mehrerer Vertreter aus der hiesigen Wirtschaft, die die Bewerbungsgespräche geführt hatten, dass die Schülerinnen und Schüler der KGS sämtlich gut vorbereitet gewesen seien, sich sehr interessiert gezeigt und und auch mit einem selbstbewussten Auftreten gepunktet hätten.

 

Dies wurde von Bürgermeister Olaf Meinen in seinem anschließenden Grußwort umgehend bestätigt. Meinen lobte daneben besonders die professionelle Arbeit von EIBO, obwohl der Verein ausschließlich ehrenamtlich organisiert sei. Sein Dank ging aber auch an das Lehrerkollegium, das sich ebenfalls über das Pflichtpensum hinaus ehrenamtlich für die Schüler „reingekniet“ habe.

 

Ein weiteres Grußwort sprach der Landtagsabgeordnete Wiard Siebels, der einmal darlegte, dass alle von der Zusammenarbeit mit dem Verein EIBO profitieren: die Schülerinnen und Schüler, die selbstsicherer werden; die Lehrerinnen und Lehrer, die Möglichkeiten und Kontakte bekommen, von denen sie sonst nicht zu träumen gewagt hätten; und die Unternehmen, weil sie bereits frühzeitig mögliche Auszubildende kennenlernten und bei einer guten Präsentation auf den „Klebeeffekt“ bauen könnten. Die bei EIBO ehrenamtlich Tätigen wiederum würden von dem Erfolg und dem Lob für die geleistete professionelle Arbeit immer wieder neu motiviert.

 

Die Vereinsvorsitzende Anke Janssen, die die Grüße des EIBO-Schirmherrn Olaf Lies übermitteln konnte, machte in ihrer Ansprache die Wichtigkeit der richtigen Berufswahl deutlich. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich ihren Berufswunsch gut überlegen und nicht – wegen irgendwelcher Zufälle - den ersten besten Ausbildungsplatz ergreifen, mit dem sie später nicht glücklich würden. Man solle besser seinen Neigungen und Fähigkeiten folgen und dazu möglichst noch einen Beruf auswählen der auch zukunftsfähig sei – selbst wenn viele noch einmal umlernen müssten, weil das heute in einer Erstausbildung oder einem Erststudium erworbene Wissen immer schneller veraltert.

 

Der Verein EIBO, der im Landkreis Aurich mit drei Schulen kooperiert, setze genau dort an und helfe bei der Berufsorientierung und jetzt beim Bewerbungstraining, um die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Berufswahl sicherer zu machen. Damit sollten auch Ausbildungsabbrüche möglichst der Vergangenheit angehören.

 

Anke Janssen schloss ihre Ausführungen mit einem Appell an die Arbeitgeber, bei ihren Einstellungsrunden nicht ausschließlich auf ein Superzeugnis zu achten, sondern auch schwächeren Schülern eine Chance zu geben. Selbst ein schwacher Jugendlicher könnte durch die sonderpädagogischem Förderungen in einem Betrieb gute Leistungen erbringen, wenn man ihn gezielt fördert und entsprtechend einsetzt.

 

An dem Bewerbungstraining hatten sich rund 91 Jugendliche der KGS in den von der Kirchengemeinde zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten im Haus Els beteiligt. 41 haben mit „herausragend“ (81 – 100 %) abgeschlossen, 33 mit „gut“ (61 – 80 %) und zwölf mit „befriedigend“; fünf Jugendliche, die mit „genügend“ (21 – 40 %) abgeschnitten haben, wurde ein weiterer Nachholbedarf attestiert.

 

 Zertifikatsübergabe

 

Nach den Reden wurden die Schülerinnen und Schüler einzeln auf die Bühne gerufen und ihnen in Anwesenheit der Gesprächspartner aus der Wirtschaft die Ergebnismappen überreicht. Darin befinden sich die Urkunde, der Feedbackbogen und das Passwort für den Download des eigenen Bewerbungsgespräches; damit können die Jugendlichen jetzt bis zu ihrer richtigen Bewerbung weiter an sich arbeiten.

 

Teilnehmer der EIBO-Aktion