Projekt Arbeiten und Lernen


 

 

Arbeiten und Lernen in der Schule, in den in der Region ansässigen Unternehmen und in EIBO-Partnerbetrieben zur Stärkung der Ausbildungsfähigkeit und zur Vorbereitung auf eine duale Ausbildung

 

Ein starkes Netz für Jugend und Wirtschaft

 

Dr-Jeschke-Holzbau

 

Projektkoordination und Leitung: EIBO e.V.
Schirmherr: Olaf Lies, MdL,
Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr 


 

Die Idee

Veränderungen in der Berufswelt machen eine Weiterentwicklung der schulischen Ausbildung erforderlich, um Schülerinnen und Schüler - insbesondere aus der Hauptschule bzw. mit Hauptschulniveau (H) - besser auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Der Übergang zwischen Schule und Beruf muss - insbesondere für die leistungsschwächeren Jugendlichen - flexibler gestaltet werden. Im Rahmen des Projektes Arbeiten und Lernen in der Schule, in den in der Region ansässigen Unternehmen und in EIBO-Partnerbetrieben wird der Betrieb als Lernort in den Schulalltag einbezogen.

 

Das Konzept

Schülerinnen und Schüler der Klasse H9 arbeiten und lernen an einem ganzen Tag in der Woche in einem Betrieb (Praxislernort), um den Arbeitsalltag kennen zu lernen. Die Jugendlichen müssen hierfür eine Bewerbungsmappe erstellen, damit sich der Betrieb besser auf den zugewiesenen Schüler einstellen kann. Gemeinsam mit der Schule hat EIBO dann für die Jugendlichen entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten einen Betrieb ausgewählt; es wird dabei pro Unternehmen immer nur ein Schüler eingesetzt.
Im Rahmen der EIBO-Aktion „Berufsorientierung und gegen Fachkräftemangel“ haben diese Schülerinnen und Schüler in der 8. Klasse bereits Betriebe mit diesen Berufsfeldern kennengelernt und konnten sich vor Ort selber ein Bild von der jeweiligen Ausbildungs- und Arbeitssituation im Betrieb machen.
Die Eltern werden im Rahmen eines gesonderten Elternabends, an dem alle Projektbeteiligten Rede und Antwort stehen werden, umfassend informiert.

 

Lernen im Betrieb

Die Betriebe benennen einen Betreuer, der die Schülerin/den Schüler angeleitet und hierbei - bei Bedarf - von den Lehrkräften der Schule unterstützt wird. Zwischen den betrieblichen Betreuern und der Lehrerin/dem Lehrer findet deshalb ein intensiver Erfahrungs- und Gedankenaustausch statt.
Die Schülerinnen und Schüler müssen ein Berichtsheft führen und so ihre Tätigkeiten im Betrieb dokumentieren und von den Betriebsbetreuern abzeichnen lassen. Auf der anderen Seite erstellt der Betrieb für jeden Jugendlichen einen genormten Profilbogen, in dem Lerneifer und Fähigkeiten, aber auch grundsätzliche Eigenschaften wie Disziplin, Pünktlichkeit und Fehlzeiten mit Schulnoten bewertet werden.
Die individuellen Erfahrungen und Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler im Betrieb bestimmen auch die Unterrichtsinhalte in der Schule mit. So soll gewährleistet werden, dass schulische Defizite (z.B. eine Rechenschwäche), die im Betrieb deutlich wird, im schulischen Unterricht gezielt behandelt werden. Vier Wochentagen in der Schule stehen einem vollen Arbeitstag im Betrieb gegenüber.

 

Lernen in der Schule

Die Betreuung der Schülerinnen/Schüler in den Betrieben übernimmt der Klassenlehrer bzw. der Fachlehrer für Wirtschaft. Dieser Betreuungslehrer übernimmt auch die Vor- und Nachbereitung der Praxistage im Schulunterricht, bzw. hält den Kontakt zu den anderen in der Klasse Unterrichtenden, damit im Betrieb erkannte Defizite im Regelunterricht aufgenommen und bearbeitet werden können.
Der Betreuungslehrer unternimmt regelmäßige Besuche der Schülerinnen und Schüler am Arbeitsplatz und dokumentiert diese Besuche. Mit den betrieblichen Betreuern werden regelmäßig Gespräche geführt. Mögliche Tätigkeitsnachweise der Betriebe werden erfasst, schriftliche Ausarbeitungen der Schüler werden beurteilt.


 

Zielsetzung für Schülerinnen und Schüler

  • Nach dem Abschluss den Anschluss schaffen 
  • Grundlagen für lebenslanges Lernen legen
  • Das eigene Lernen selbst in die Hand nehmen
  • Von sich selbst ein realistisches Bild bekommen und eigene Fähigkeiten erkennen
  • Sich mit der betrieblichen Wirklichkeit auseinander setzen
  • Ausbildungsbetrieb und berufliche Anforderungen kennen lernen

 

Zielsetzung für Betriebe

  • Zukünftige Auszubildende kennen lernen und auswählen
  • Enge Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft
  • Schulabgänger bei der Entwicklung realistischer Berufsperspektiven unterstützen
  • Abbruchquote in der Ausbildung durch bessere Berufsvorbereitung senken

 

Einzelheiten

Zeitrahmen: 6 Monate insgsamt - beginnend mit einer Woche und endend mit 2 Wochen am Stück

 

Beteiligte

Verein EIBO, Schule mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse H9, in der Region ansässigen Unternehmen und EIBO-Partnerbetriebe, Handwerkskammer für Ostfriesland.

 

Erfolgskontrolle/Evaluation

Im Anschluss an die Aktion erhalten die Schülerinnen und Schüler einen von den Betrieben erstellten Profilbogen. Eine Auswertung unter Einbeziehung aller Beteiligten erfolgt nach dem Projektende.